Kyrgyzstan_Tag14
die erste warme Nacht seit langem
machte uns das aufstehen und die Morgentoilette deutlich leichter

auch wenn uns ein wenig schwer ums Herz war

es war unser letzter Reittag und wir hatten viele neue Freunde gewonnen

neugeschlossene Freundschaften mit Ablaufdatum betrafen aber nicht nur uns Menschen ...

der Gedanke, dass wir "unsere" 4-beinigen Kameraden, die uns so verlässlich fast 2 Wochen über Stock und Stein getragen haben, wahrscheinlich nie wieder sehen werden, ließ niemanden kalt ...

der letzte Reittag für Karager und mich. Er behält einen großen Platz in meinem Herzen ...

es bleibt aber eigentlich gar keine Zeit zum Trübsal blasen

denn es ging schon wieder los, vorbei an von den Russen erbauten und den Nomaden nicht benutzten Ställen

zurück ins Gebirge

rauf und runter

hieß die Devise heute

und die Landschaft wechselte hinter jedem Hügel ihr Gesicht

einmal mehr atemberaubende Aussichten

unvorstellbare Ein- und Ausblicke

eintauchen in die wunderbare kirgisische Bergwelt

ein letztes Mal

ockerfarbene Berge erklimmen

steil bergauf

vorbei an halbwilden Pferdeherden

die ihren Sommer in den Bergen sichtlich genießen

die Abhänge waren auch heute teilweise sehr steil

nur diesmal grün und mit Blumen übersäht

schmale Saumpfade

und auf jedem Pass eine neue unglaubliche Aussicht

man sieht sich nicht satt

eintauchen und festhalten für die Ewigkeit

die Almwiesen stehen in voller Blüte

gelb, grün, blau und weiss - soweit das Auge reicht

wunderbare Farben

riesengroße Eisenhutpflanzen

gelbe Heckenrosen

was für ein Kontrast zu den kargen Hochebenen der letzten Tage

aber es wurde auch sehr heiss und so suchten wir zu Mittag den Schatten eines kühlen Waldes

Picknick - same procedure as every day

eine Hündin gesellt sich zu uns

und als sie merkt, dass wir freundlich sind, holt sie ihre Welpen nach

satt und zufrieden werden Fotos geordnet

und die Zeit für ein Mittagschläfchen benutzt

hinter mir hat sichs auch schon wer gemütlich gemacht
, alle flüchten vor der Mittagshitze

schon gehts wieder weiter, wir haben uns geschmückt 

Susi in gelb - todesmutig eine stachelige Blüte ohne Stacheln

eine Eselfamilie unterwegs

ein schöner fawnfarbener Taigan

und noch eine brindle Kuh

ein letzter schneller Galopp und das Zusammenwarten auf den Rest der Truppe, die das Tempo nicht mitgehen wollten. Nach fast 300 km - spritzige und motivierte Pferde wie am ersten Tag ♥ chapeau ♥

das Gewitter blieb Gott sei Dank einmal mehr in den Bergen hängen

und schließlich konnten wir in der Ferne unser Ziel, die Stadt Kalinovka erkennen.

die wir schließlich auch bald erreichten.
Fast merkwürdig mutete es an, dass die Pferde in einem großen Paddock Heu zu fressen bekamen.

der wunderbar gepflegte Garten

nach fast 2 Wochen ohne jeglichen Kontakt zur Zivilisation alles merkwürdig fremd

fast kam uns unser einfaches Quartier im kleinen Dorf wie eine Luxus-Location vor
inspiriert von den wunderbaren Blumen hier - Susis neue Haarblume

übrigens - das Auto des Hauses ist offenbar aus Österreich ausgewandert

ganz zu Ende war unsere Reise zwar noch nicht, aber die Zivilisation hatte uns wieder

und jeder von uns hatte mit der tiefen inneren Zufriedenheit ein großes Stück Kirgistan in seinem Herzen
...
Katatjuta’s Greyhounds
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