welcome to Kyrgyzstan
once for a lifetime - oder - warum Kyrgyzstan
ja, dieses Jahr haben Susi und ich eine ganz große Reise gemacht - nach Kyrgyzstan, und wahrscheinlich fragt ihr euch - was, wo oder warum ... nun, die Antworten:
warum Kyrgyzstan? Ein Land, von dem ich kaum wusste, dass es existiert, geschweige denn, wo genau es liegt oder wie man es schreibt - die Hauptstadt, noch nie gehört ... - also, warum ausgerechnet dieses Land:
Kyrgyzstan, das Land der Pferde, das Land der Sonne, das Land der Nomaden, das Land der Adler, das Land der Windhunde und das Land der Berge. Ja, genau deshalb wollten wir nach Kyrgyzstan - aber ehrlicherweise hatten wir dennoch kaum eine Ahnung, was uns eigentlich erwarten würde ...
Wir buchten eine Reittour, weil die meisten Kirgisen auch heute noch als Nomaden leben und zu Pferd mit ihren Viehherden durch das Land ziehen und man nur so authentisch in dieses Land eintauchen kann.
Ziemlich verrückt, dennoch lange geplant ... so ging es Mitte Juni auf die Reise.
Mit Zwischenstop in Moskau landeten wir dann am Samstag, 15.6. am Flughafen Manas in Kyrgyzstan

und sofort nahm uns die wohlige Ruhe und Gelassenheit in Empfang, wir waren das einzig ankommende Flugzeug - und Streß hatte hier niemand. Auch nicht der Zollbeamte, der mit JEDEM neuen Gast ein nettes Gespräch führte. Soviel, dass die Warteschlange immer länger wurde, was den Scherzen des Beamten keinen Abbruch tat. Auch mit uns hatte er seinen Spaß - nickte wohlwollend auf meine Antwort auf seine Frage, was ich hier vorhabe - einen Trail wollen sie reiten, dann viel Spaß (in gutem Englisch) - und dann der Nachsatz in deutsch: Viel Spaß und Servus in unserem schönen und sonnigen Land.
Mit dem Taxi gings weiter nach Bishkek in unser Hotel

das war mehr als abenteuerlich
und alles andere als ein Taxi ... Gut, wir wussten, was es ungefähr zu kosten hat, also den Preis hatten wir fixiert - das Auto war *hmmmmmmmmm* provisorisch zusammengetackert - ja, wirklich, getackert !!! Ach ja und obwohl eigentlich Rechtsverkehr, gibt es unzählige Autos für den Linksverkehr. Man sieht das alles nicht so eng, Improvisation wird groß geschrieben und solange das Auto fährt ...
unterwegs bekamen wir einen ersten Eindruck, dass hier alles repariert wird - wegwerfen tun die anderen, die Kirgisen sind Weltmeister im recyclen - und zwar eigentlich alles !!!

Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichten wir die Haupstadt. Bishkek ist eine sehr saubere Stadt. Zu unserer Verwunderung gab es kaum Unrat am Straßenrand und wenn Müll, dann lag dieser gebündelt in Säcken am Straßenrand zur Abholung bereit.

Der Verkehr wird bestimmt durch viel hupen und einfach fahren - wer Angst hat, verliert. Ampeln oder Verkehrszeichen sind nur Vorschläge, man kann sie befolgen, muss es aber nicht!
Viele wunderschöne Häuser säumten unseren Weg

auch wenn sie einfacher waren, waren sie nett und mit viel Liebe zum Detail herausgeputzt

neben einfachen Geschäften gibt es hochmoderne und topmodische Bergsportgeschäfte, die wohl dem beginnenden sanften Tourismus zu zuschreiben sind

größer könnte der Kontrast nicht sein - einfach neben modern, arm neben reich ... aber trotzdem alles stimmig ...
und im Hintergund lachten uns die Berge entgegen - als Vorgeschmack auf unsere Reise sozusagen (90 % von Kyrgyzstan ist hochalpin)

Nachdem sich unser Möchtegerntaxler mindestens 5x verfahren hatte und UNS nach dem Weg fragte *lol*, versuchte er sich tapfer tatsächlich durchzufragen, was aber daran scheiterte, dass er die Adresse des Hotel in arabischer Schrift nicht lesen konnte ... aber er rief einfach dort an und offenbar bekam er die richtigen Anweisungen, denn obwohl wir fast nicht mehr daran glaubten, hielt er letztlich vor der richtigen Adresse an

von aussen sehr unscheinbar hätten wir es auch fast nicht als Hotel ausgemacht, aber innen war es sehr sauber und fein hergerichtet - und - auch hier den Wanderern gewidmet.

Nachdem wir unser nettes und ebenfalls sehr sauberes Zimmer bezogen hatten, erkundeten wir die nähere Umgebung, um etwas essbares zu ergattern, was - wenn man der kyrillischen Schrift nicht mächtig ist - nicht ganz einfach ist.

aber Gott sei Dank gibt es viele Bilder und so schafften wir es doch noch satt zu werden. Da teilweise mit Fingern gegessen wird, bekamen wir Handschuhe und hatten sichtlich unseren Spaß

satt und totmüde fielen wir dann ins Bett, trotz 4 Stunden Zeitverschiebung und einem leichten Jetlag konnten wir nach dem langen Nachtflug und der Aufregung dennoch gut schlafen
Katatjuta’s Greyhounds
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